Aktuelles

Gewinn in alle Ewigkeit. Kapitalismus als Religion.

In meinem Buch Gewinn in alle Ewigkeit. Kapitalismus als Religon habe ich versucht aufzuzeigen, wie sich mit dem Aufkommen des Kapitalismus das Denken über die Welt geändert hat: Der "Geist des Kapitalismus", wie es Max Weber nannte, hat sich dabei im Gegensatz zur bisherigen Religion in Europa, dem Christentum, entwickelt. Der Kapitalismus hat das christliche Denken als dominantes Modell der Welterklärung abgelöst und sich dabei selber religiöser Formen bedient.

Fleischmann Gewinn

Die Kommune brachte im April einen Aufsatz von mir über religiöse Formen im kapitalistischen Denken.
In kleinen Häppchen kann man hören, was ich dazu auf SWR 2 gesagt habe.

Außerdem weise ich auf die neue Rubrik Termine hin; dort steht auch, wann und wo ich was zu dem Thema des Buches sagen werde. mehr

Jon Sobrino - zur Bedeutung des Kreuzes und zur Lage der Befreiungstheologie

Schon oft ist die Befreiungstheologie für tot erklärt worden, aber da hat man vielleicht die Ermordung ihrer diversen Protagonisten mit dem Ende ihrer provokanten Ideen verwechselt. Oder wie Oscar Romero der Erzbischof von San Salvador sagte, auch wenn er auf der Todesliste stehe, so könne man doch die Stimme der Gerechtigkeit nicht töten. Über die Kreuzestheologie von Jon Sobrino, ein Freund von Oscar Romero gibt es was zu lesen. Hören kann man Sobrino zur Lage der Befreiungstheologie. mehr

Noam Chomsky wurde der Erich-Fromm-Preis verliehen.

Auf seine alten Tage wurde er auch in der deutschen Presse beachtet, aber meist mit einem spöttischen Unterton kommentiert: „Großvater der Amerika-Kritiker“, „Michael Moore für Intellektuelle“, oder: „ein alter Moralist und Weltverbesserer“. Die Rede ist von Noam Chomsky, weltberühmter Linguist und seit dem Vietnam-Krieg beharrlicher Kritiker der Außenpolitik seines Landes. Am 23. März kam er nach Deutschland, um in Stuttgart den Erich-Fromm-Preis entgegenzunehmen. Ein Beitrag zu seiner Erich-Fromm-Lecture über die USA und den Terrorismus und ein Porträt aus diesem Anlaß. mehr

Gott kann man nicht bestreiken, aber outsourcen?

Vor dem Bielefelder Arbeitsgericht wurde am 3. März in erster Instanz für die Kirchenleitungen entschieden. Die hatten die Gewerkschaft ver.di verklagt, Streikaufrufe in Einrichtungen der Diakonie zu unterlassen. Ver.di hatte letzten September zu begrenzten Warnstreiks in diakonischen Einrichtungen aufgerufen – aber nach dem Selbstverständnis der Kirchen- und Diakonieleitungen darf dort nicht gestreikt werden. Der Gerichtsprozess wird weitergehen vor dem Landesarbeitsgericht und ggf. erst beim Bundesverfassungsgericht oder dem Europäischen Gerichtshof enden. Ein Kommentar zur Position der Kirchen. mehr

Erstmals vor Gericht: Das Streikrecht im kirchlichen Dienst.

Die Kirchen halten Streik für ein erlaubtes Mittel in der Wirtschaft, in ihrem eigenen Bereich aber sollen weiterhin andere Regeln gelten. Für die Angestellten der beiden großen Kirchen gilt der sogenannten "Dritte Weg" der Tariffindung. Der Hintergrund wird hier erklärt: mehr

Schrumpft die Banken!

„Geld kann man nie genug haben“, so eine gängige Volksweisheit, die in diesen Tagen auf den Kopf gestellt wird. Denn obwohl allüberall Konjunkturprogramme geschnürt und Rettungsschirme für Banken aufgespannt werden – also neues Geld bereit gestellt wird, um die Krise zu meistern – so muss man doch sagen, dass die Finanzkrise nicht durch zu wenig, sondern durch zuviel Geld ausgelöst wurde. mehr