Warum zahlen wir keine gerechten Preise mehr?

Mein neues Buch ist grad Anfang September 2018 erschienen: Ich schaue mal wieder weit zurück, um dort Anregungen für die Zukunft zu erhalten: In vormodernen Zeiten galt ein Geschäft als gerecht, wenn Geld und Ware einander im Wert entsprachen. Klingt nicht schlecht, ist aber von gestern. Heute ist ein Handel gerecht ist, wenn beide Vertragspartner ihm freiwillig zustimmen - egal ob der gezahlte Geldwert der Ware entspricht: Ist das neuste Smartphone wirklich 800 Euro wert? Oder das T-Shirt made in Bangladesh bloß 5? Wohl kaum, aber heute rechtfertigt das vermeintliche "Gesetz" von Angebot und Nachfrage alles: Der »gerechte Preis« ist der, den wir zu zahlen bereit sind.
Zum recht fairen Preis von 12,90 Euro bekommt man in dem Buch viele frische Infos, die nicht schon mehrmals durch den Diskurs getrieben worden sind. Support your local bookstore!

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Leben auf dem Rad. Zwei Theologen auf Weltreise.

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Sie sind wieder zurück, die beiden Weltradfahrer Imke Frodermann und Ralph Lang. Zum Start ihrer Reise habe ich die beiden von Biberach über die Alpen begleitet und ein Radiofeature daraus geamcht. Mehr über ihre Reise kann man auf ihrem Blog lesen. mehr

Reformation und Ökonomie

Reformation überall - da will ich auch meinen Senf dazugeben: In einem ARD-Radiofeature berichte ich über die mittelalterlichen Reformatoren vor Luther. Die Zeitschrift Publik Forum bringt eine schöne Serie über Reformatoren am Rande. Dazu habe ich zwei Kurzporträts über Andreas Bodenstein von Karlstadt und Christoph Schappeler beigesteuert. Und: bei der Reformation ging es ums Geld. Luther empörte sich in seinen 95 Thesen darüber, dass die Käuflichkeit des Heiles eine ehrliche Bußgesinnung zerstöre: ich zahle, also brauche ich kein schlechtes Gewissen zu haben. Ich erinnere an den Zusammenhang von Geld und Heil. Dazu gab es auch ein Feature von mir im Deutschlandradio Kultur.
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Der gestiefelte Karrierist

Altenberg Märchenwald

Katzen sind kluge Tiere: Sie verraten auch einiges über Gerechtigkeit im Kapitalismus. mehr

Es nicht genau wissen wollen: Die Katholische Kirche und der Missbrauch.

Sechs Jahre nach der Aufdeckung massenhaften Missbrauchs durch Geistliche in der katholischen Kirche ist das Ausmaß der Taten und der Umgang der Hierarchie mit Vorwürfen noch immer nicht absehbar: Das Bistum Hildesheim hat den Jesuitenpater Peter R. Anfang der 90er Jahre übernommen, obwohl Missbrauchsvorwürfe gegen ihn vorlagen.
Im Bistum Trier versäumten es die Bischöfe Marx und Ackermann im Jahr 2006 Missbrauchsvorwürfen nachzugehen: Die verschwanden dafür im Geheimarchiv des Bistums. mehr

"Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern."

Im Vater Unser versprechen Christen jeden Sonntag einen Schuldenerlass. Aber das meinen sie wohl nicht so. Zumindest bleibt es in der Kirche merkwürdig still, obwohl das Thema Schulden und Schuldenerlaß grad wieder auf der politischen Agenda steht. mehr